Sehr geehrte Damen und Herren,
die Deutsche Schmerzliga kämpft seit zwei Jahren dafür, dass starke, dem Betäubungsmittelgesetz unterliegende Schmerzmittel von der automatischen Austauschpflicht ausgenommen werden. Wir wollten diese Forderung im Arzneimittel – Neuordnungsgesetz (AMNOG) verankert sehen. Nun ist das Gesetz am 01. Januar 2011 ohne die von uns gewünschte Veränderung in Kraft getreten:
Schmerzpatienten werden daher auch zukünftig immer wieder an Stelle ihres gewohnten Medikamentes des Präparat eines anderen Herstellers erhalten, mit dem die Krankenkasse
des Patienten einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Das neue Medikament enthält zwar denselben Wirkstoff in derselben Dosierung wie das gewohnte Präparat, doch solche Umstellungen entsprechen bei starken Opioiden einer Neueinstellung mit allem Problemen.
Das Gesetz muss geändert werden! Darum hat die Deutsche Schmerzliga, vertreten durch ihre Präsidentin Dr. Marianne Koch, eine öffentliche Petition zum Ausschluss starker Opioide von der Austauschpflicht beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags eingereicht. Den Text dieser Petition haben wir Ihnen beigefügt.
Information zum Arbeitgeber
AGAPLESION ist ein moderner Gesundheitskonzern, der aus einem Verbund christlicher Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Ausbildungsstätten besteht. Exzellenz in Medizin, Pflege und Management mit den Werten christlichen Handelns zu verbinden, das haben wir uns zur Aufgabe gemacht. Und genau das macht den Unterschied: Patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards
Halbgötter in grau
Interessanter Artikel im manager magazin
Früh morgens souverän durch die Visite schweben, nachmittags entspannt auf dem Golfplatz putten: Das ist das gängige Klischee vom Ärztealltag. Die Realität indes sieht anders aus. Patienten sind zahlreich, Stress alltäglich, Freizeit ist Luxus. Dafür stimmt das Gehalt und die Berufschancen sind so gut wie lange nicht mehr.
Weiterlesen http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,657966,00.html
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Die Karriereplanung stand im Mittelpunkt des letzten Messetags der diesjährigen conhIT. Ob vertikal, horizontal, diagonal oder sogar fokal – der Weg in und innerhalb der Healthcare-IT-Branche kann unterschiedlich erfolgen, motivierte Prof. Christian Johner vom Konstanzer Institut für IT im Gesundheitswesen die neugierigen Teilnehmer des Workshops.
„Oder wechseln Sie einfach mal den Bezugsrahmen, also das Unternehmen oder sogar die Branche“, so Johner.
Dass Karriere manchmal ganz anders kommt, als geplant und der berufliche Status nicht immer mit den persönlichen Fähigkeiten korreliert, zeigte Prof. Britta Bröckmann von der FH Dortmund. Bevor sie die wissenschaftliche Laufbahn einschlug, war sie u.a. in der Unternehmensberatung tätig. Entscheidend sind Flexibilität, Mobilität, eine kommunikative Persönlichkeit, Durchsetzungsstärke oder auch Projektmanagementfähigkeiten. Für Kandidaten, die ein solches Anforderungsprofil mitbringen, tunn sich diverse Chancen auf – überdurchschnittlicher Verdienst, gute Aufstiegsmöglichkeiten und zahlreiche Kontakte.
von Dr. Gerhard Polak
Seit dem Jahr 2007 hat die Europäische Union 27 Mitgliedstaaten mit insgesamt 485,5 Mio. Einwohnern. Die nationalen Gesundheitssysteme der einzelnen EU-Staaten weisen große Unterschiede auf hinsichtlich der Finanzierung ihrer Gesundheitsausgaben und der Leistungsangebote Ihrer (sozialen) Versicherungssysteme auf. (www.euro.who.int/observatory)
Schon heute ist es möglich, dass Patienten in EU-Nachbarstaaten medizinische Leistungen beanspruchen, die zwischen den Versicherungen der jeweiligen EU-Staaten abgerechnet werden. Zwischen einigen EU-Staaten werden darüber hinaus schon grenzüberschreitende Gesundheitsdienstleistungen angeboten z. B. für orthopädische Operationen und medizinische Spezialbehandlungen.
Die Anerkennung von Berufsqualifikationen
Auch für Ärzte haben sich vielfältige Möglichkeiten zur Ausübung ihres Berufes (Maastricht Vertrag 1992) im EU-Ausland eröffnet. Die EU fördert und unterstützt die Mobilität von Ärzten durch die gegenseitige Anerkennung von Berufsdiplomen. Die Anerkennung von Berufsqualifikationen wird ab 20. Oktober 2007 durch die neue EU-Richtlinie 2005/36/EC geregelt. Sie ist die maßgebliche Richtlinie für die Migration von Ärzten im europäischen Wirtschaftsraum und sieht die automatische Anerkennung der in der Richtlinie aufgeführten Studienabschlüsse und Facharztbezeichnungen in den EU-Mitgliedstaaten vor. Somit kann etwa ein Chirurg innerhalb weniger Wochen in einem Spital im EU-Ausland tätig werden, oder er kann extramural eine Ordination eröffnen. Natürlich gibt es auch Hürden bei der Anerkennung von FA-Diplomen, zum Beispiel dann, wenn Ärzte mit einer Facharztausbildung Ihres Herkunftslandes in ein anderes EU-Land migrieren, in dem diese FA-Ausbildung in der EU-Richtlinie nicht vorgesehen ist. Im Aufnahmestaat müssen sie dann auf Anforderung, vorgeschriebene Weiterbildungszeiten absolvieren. Als Beispiele seien das FA-Diplom Unfallchirurgie (Deutschland, Österreich) angeführt, für das es in Frankreich oder im Vereinigten Königreich kein äquivalentes FA-Diplom gibt (Anerkennungsverfahren gehen in Richtung Orthopedics/Bone and Joint Surgery) oder das FA-Diplom „genito-urinary-medicine“ welches es nur in United Kingdom, Ireland and Malta gibt. (Liste der aequivalenten FA-Diplome: europa.eu/scadplus/leg/de/cha/c11065.htm)
Seit der Novellierung der europäischen Medizinprodukterichtlinie und der daraus resultierenden Änderung des Medizinproduktegesetzes im März 2010 wachsen Gesundheits-IT und Medizintechnik immer stärker zusammen. Die enge Verknüpfung zwischen medizinischen Gerätschaften und medizinischen IT-Lösungen erhöht die Effizienz und die Sicherheit der Patientenversorgung und ist deswegen längst zu einem unumkehrbaren Trend geworden.
“Aufbruchsstimmung herrscht in der IT-Branche derzeit vor allem bei der Einbindung von Medizintechnik in Kliniknetzwerke“, sagt Armin Gärtner vom Medizintechnischen Servicezentrum der Sana Kliniken GmbH. „Das neue Medizinproduktegesetz (MPG), das Software-Lösungen unter bestimmten Bedingungen den Status eines Medizinprodukts verleiht, hat sicherlich dazu beigetragen. Aber den Trend in Richtung einer zunehmenden Integration von Medizinprodukten in IT-Netzwerke, die damit zu medizinischen Netzwerken werden, gab es schon vorher.“
Gärtner ist einer von mehreren Referenten, die sich im Kongress der conhIT 2010, dem Branchentreff der Gesundheits-IT-Branche in Deutschland, mit dem Grenzgebiet zwischen Medizintechnik und Gesundheits-IT auseinandersetzen. Das Thema „Medizintechnik meets IT“ ist in diesem Jahr einer der conhIT-Schwerpunkte. „Wenn Medizingeräte in Kliniknetzwerke eingebunden werden sollen, dann ist das nicht nur ein technisches Problem“, so Gärtner. „Genauso wichtig sind die Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen durch die Hersteller und eine effiziente organisatorische Abwicklung auf Seiten der Anwender, zum Beispiel durch ein Risikomanagement.“
